Die wichtigsten Änderungen ab 2026 betreffen vor allem die Umsetzung der neuen EU-Gebäuderichtlinie (EPBD) in deutsches Recht.
Viele Schlagzeilen sprechen von einer „Sanierungspflicht“, tatsächlich geht es aber eher um strengere Energie- und Transparenzanforderungen für Gebäude.
Konkret kommt voraussichtlich Folgendes:
1. Strengere Energieeffizienz-Anforderungen
Deutschland muss den Energieverbrauch des Gebäudebestands senken:
- bis 2030 um ca. 16 %
- bis 2035 um 20–22 %
Das Ziel gilt zunächst für den gesamten Gebäudebestand – nicht automatisch für jedes einzelne Haus.
2. Neuer, einheitlicher Energieausweis
Der Energieausweis wird deutlich wichtiger:
- EU-weit einheitliche Klassen von A bis G
- schlechtere Gebäude werden sichtbarer eingestuft
- stärkere Bedeutung bei Verkauf, Vermietung und Finanzierung
Banken und Käufer sollen künftig stärker auf die Energieklasse achten.
3. Neubauten nur noch als „Nullemissionsgebäude“
Für neue Gebäude gelten schärfere Standards:
- ab 2030 sollen Neubauten praktisch emissionsfrei sein
- fossile Heizungen verlieren langfristig an Bedeutung
- erneuerbare Energien und PV-Anlagen werden wichtiger
Öffentliche Neubauten müssen diese Standards teilweise sogar früher erfüllen.
4. Mehr Solarpflichten
Bei vielen Neubauten und größeren Sanierungen sollen Solaranlagen verpflichtend werden – insbesondere:
- öffentliche Gebäude
- größere Nichtwohngebäude
- später teilweise auch Wohngebäude
Die Umsetzung erfolgt schrittweise.
5. Schärfere Regeln für schlechte Nichtwohngebäude
Bei Büro- und Gewerbeimmobilien werden die ineffizientesten Gebäude zuerst betroffen:
- die schlechtesten 16 % müssen bis 2030 verbessert werden
- die schlechtesten 26 % bis 2033
Für Wohnhäuser gibt es aktuell keine pauschale Einzel-Sanierungspflicht.
6. Mehr Dokumentations- und Nachweispflichten
Eigentümer müssen künftig häufiger:
- Energiedaten offenlegen
- Modernisierungen dokumentieren
- Energieausweise aktualisieren
- Renovierungsfahrpläne nachweisen
Das betrifft besonders Verkauf, Vermietung und größere Sanierungen.
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